Radverkehrsforum

Ein Öffentliches Radverkehrsforum fand am 8. März unter dem Motto "Genderaspekte des Radverkehrs" statt, stand unter dem Motto "Genderaspekte des Radfahrens".

Eine Frau und ihr Fahrrad: Referentin Dr. Katja Leyendecker.

Motto am 8. März: Genderaspekte des Radfahrens

Motto für das Radverkehrsforum am Internationalen Frauentag war "Genderaspekte des Radfahrens".  

Mit Katja Leyendecker und Anna Gering konnten passend zum Internationalen Frauentag zwei Expertinnen für gendergerechte Mobilität gewonnen werden. Neben diesem Themenschwerpunkt stand das Radbüro wie immer für allgemeine Informationen und Fragen zum Radverkehr in Wiesbaden bereit. Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr begrüßte die Teilnehmer-innen. 

Das Radfahren hatte von Anfang an einen emanzipatorischen Aspekt.  Frauen, die sich Ende des 19. Jahrhunderts auf den Sattel schwangen, waren Vorreiterinnen für die Befreiung von Zwängen unter denen Frauen in dieser Epoche zu leiden hatten. Wir werfen einen Blick auf die aktuelle Situation: Sind Frauen im Bereich Mobilität immer noch benachteiligt? Welche geschlechtsspezifischen Unterschiede gibt es? Was sind die Ursachen und wie können sie beseitigt werden? 

Der Vortrag von Dr. Katja Leyendecker "Fahrradfahren für die gendergerechte Mobilität" stellte u.a. Ergebnisse zur unterschiedlichen Fahrradnutzung in verschiedenen Städte weltweit vor. Kurzgefasst: Je höher der Radverkehrsanteil am Modal Split, desto höher auch der Anteil Rad fahrender Frauen.

Anna Gering, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule RheinMain, stellte das Projekt "Modellversuch zur Radverkehrsförderung bei jugendlichen Mädchen" vor. Es gibt einen Einblick in die Radnutzung jugendlicher Mädchen sowie deren Bedürfnisse und Wünsche in Bezug auf das Radfahren. Das Projekt wurde aus Mitteln des Forschungsschwerpunkts „Frauen- und Geschlechterforschung“ durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst finanziert. Fazit: Mädchen fahren gerne Rad, bedürfen aber besonderer Förderung.

 

Die Teilnehmer:innen hatten die Möglichkeit, schriftlich Fragen an den Verkehrsdezernenten Andreas Kowol, die beiden Referentinnen und das RADBÜRO einzureichen. Diese wurden nach den Vorträgen von der Moderation gestellt und live beantwortet.

Seit 2018 sollte das Radverkehrsforum einmal jährlich für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zugänglich sein - unterbrochen wurde die Serie in den beiden vergangenen Jahren durch die Corona-Pandemie. In diesem Jahr wird das öffentliche Radverkehrsforum daher als Online-Format stattfinden, was den Vorteil mit sich bringt, dass mehr Personen teilnehmen können. Dennoch hätten wir uns gefreut, mit den Teilnehmenden wieder einmal vor Ort in den Austausch zu treten. Wir hoffen, dass das nächste Forum dann wieder in Präsenz stattfinden kann. Fragen können eingereicht werden, die entweder während oder nach der Veranstaltung beantwortet werden.

Seit einigen Jahren lädt das Wiesbadener Radbüro zwei- bis dreimal jährlich zum Radverkehrsforum ein. In der Regel ist es ein Expertenforum - unter anderem mit Akteuren zum Thema Radverkehr, wie ADFC, VCD, Polizei, verschiedene Ämter, Seniorenbeirat, Elternbeirat und Politik. 

Einmal jährlich können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die sich für den Radverkehr in Wiesbaden interessieren, dazu kommen. Nachdem das öffentliche Radverkehrsforum letztes Jahr aufgrund von Corona ausfallen musste, soll es 2022 am 8. März wieder stattfinden. Ob in Präsenz im Georg-Buch-Haus oder online muss kurzfristig entschieden werden.

20. nicht öffentliche Radverkehrsforum

Ende August 2020 tagte das 20. nicht öffentliche Radverkehrsforum der Landeshauptstadt Wiesbaden erstmalig an der Hochschule RheinMain (HSRM). Auf Einladung des Tiefbauamtes kamen Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Verkehrsbetrieben, Stadtelternbeirat, Taxigewerbe sowie des Verkehrs- und Umweltdezernates und des Wiesbadener Radbüros gemeinsam mit der Fachgruppe Mobilitätsmanagement der HSRM sowei Verkehrsdezernent Andreas Kowol im Innenhof des Campus Kurt-Schumacher-Ring zusammen, um sich über die neuesten Entwicklungen zum Thema Radverkehr in Wiesbaden auszutauschen.

Das zweite öffentliche Radverkehrsforum

Am 13. November 2019 sind über 100 Interessierte zum zweiten öffentlichen Radverkehrsforum in den Gustav-Stresemann-Ring 15 gekommen. Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr bedankte sich bei allen, die beim Radverkehrsforum dabei waren und sich eingebracht haben. Der Austausch mit all jenen, die täglich auf den Straßen unserer Stadt unterwegs sind, sei sehr wichtig und vor allem hilfreich für Politik und Verwaltung.

Nach der Begrüßung durch den Dezernenten, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Radbüros den aktuellen Stand der Radverkehrsplanung sowie abgeschlossene und geplante Projekte vorgestellt. Danach gab es drei Arbeitsgruppen zu den Themen "Ausbau Radnetz", "Protected Bike Lanes" und "Lastenfahrräder". Insbesondere zum Thema Ausbau Radnetz war die Beteiligung sehr rege und viele Vorschläge gingen ein. Auch in der abschließenden Diskussion haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kritik und Anregungen geäußert, die im Anschluss auf Realisierbarkeit geprüft werden.

Das Radverkehrsforum bringt Akteure, die mit verschiedenen Aspekten des Radverkehrs befasst sind, miteinander ins Gespräch, informiert über Radverkehrsplanungen und bietet die Möglichkeit zur Diskussion. Schwerpunktthemen des Radverkehrs können vertieft inhaltlich bearbeitet werden. In der Regel sind Vertreterinnen und Vertreter der gesellschaftlich relevanten Gruppen - Verkehrsverbände- und –unternehmen wie ADAC, ADFC, VCD, Hessischer Radfahrerverband sowie ESWE Verkehr, Wirtschaftsverbände wie IHK, Handwerkskammer, sowie soziale Verbände, Sportvereine und Vertretungen wie Stadtjugendring, Elternvereine und Seniorenbeirat - eingeladen.

Das Fachforum geht auf einen Stadtverordnetenbeschluss vom 10. Mai 2012 zurück und fand im November zum 18. Mal statt. Es tagt in der Regel dreimal im Jahr. Seit 2018 öffnet es sich einmal jährlich interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Das erste öffentliche Radverkehrsforum

Das erste öffentliche und das insgesamt 15. Radverkehrsforum fand am 7. November 2018 im Rathaus statt. Mehr als 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich eingefunden. Neben den Veranstaltern Dezernent Andreas Kowol und dem Radbüro Wiesbaden, waren auch die Straßenverkehrsbehörde, die Polizei Westhessen, ESWE Verkehr und das Tiefbau- und Vermessungsamt vor Ort, um Fragen der Bürger/innen zu beantworten und Anregungen aufzunehmen.

Anregungen, Ideen und Kritik gab es reichlich, die Diskussion war auch nach den für die Veranstaltung geplanten zwei Stunden noch voll im Gange.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • wiesbadenb.de / Foto: Radbüro
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