Saarstraße - Radfahren nun komfortabler und sicherer

Der radfreundliche Umbau der Saarstraße ist abgeschlossen: Zwischen Schierstein und der Erich-Ollenhauer-Straße wurden beidseitig auf einer Strecke von rund 2,3 Kilometer Radverkehrsanlagen eingerichtet. Mit der neuen Verbindung kommt die Fertigstellung des Rad-Grundnetzes 2020 ein großes Stück näher.

In der Saarstraße wurde nun eine neue Radverbindung gebaut.

Radlerinnen und Radler aus Schierstein, aber auch aus dem Rheingau, können jetzt ohne größere Umwege bequem in die Innenstadt fahren. Für Pendlerinnen und Pendler ist diese Strecke, insbesondere auch mit dem E-Bike, sicher eine interessante Option. Auch die Biebricherinnen und Biebricher im nördlichen Teil des Ortsbezirks, also in den Siedlungen Sauerland, Gräselberg und um die Waldstraße, profitieren von den neuen Radwegen auf der Saarstraße, da sie nun mit dem Rad sicherer nach Schierstein und an den Rhein kommen.

Die Arbeiten begannen im November 2019 und wurden bis auf kleinere Restarbeiten kürzlich beendet. Im Bereich von der Stielstraße bis zur Alten Schmelze - mit der Unterführung unter der Bahnlinie - wurde der vorhandene Gehweg grundhaft saniert und zur kombinierten Nutzung für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Im Bereich außerorts zwischen der Überquerung der Autobahn und der Einmündung der Wörther-See-Straße wurde der vorhandene sehr schmale und unebene Geh- und Radweg beidseitig ertüchtigt und, sofern es die Örtlichkeiten zugelassen haben, auf ein komfortables Maß verbreitert. Im Bereich der Auf- und Abfahrten von den kombinierten Geh- und Radwegen auf die Schutzstreifen entlang der Fahrbahn wurden Absenkungen in der Bordsteineinlage sowie teilweise Schutzanlagen/-inseln hergestellt. Der nördliche Abschnitt bis zur Kahlen Mühle wurde als Radstreifen hergestellt; weitere Abschnitte, insbesondere in Schierstein innerorts, als Schutzstreifen. Ein Ampelmast, der derzeit noch mittig auf dem gemeinsamen Geh- und Radweg auf Höhe der Einmündung Alte Schmelze steht, soll versetzt werden.

Gesamtmaßnahme kommt auch dem Fußverkehr zugte

Die Gesamtmaßnahme kommt auch dem Fußverkehr und insbesondere Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugute: Wichtiger Bestandteil der Planung war die Verbreiterung des Gehwegs im Bereich der Einmündungen Sylter Straße und Wörther-See-Straße. Somit wurde erstmals ein barrierefreier Zugang zu den Bushaltestellen „Kallebad“ geschaffen. Der gesamte Knotenpunkt wurde umgebaut und die beiden Bushaltestellen wurden in diesem Zuge ebenfalls barrierefrei ausgebaut.

In Teilabschnitten der Saarstraße, in denen umfangreiche Anpassungen der Fahrbahnmarkierung für die Herstellung des Radfahrstreifens erforderlich wurden, sowie im Bereich der neu hergestellten Bushaltestellen, wurde zudem die gesamte Fahrbahndecke erneuert.

Für den Umbau der Saarstraße wurden Baukosten von etwa. 2,5 Millionen Euro aufgewendet. Die Maßnahme wurde durch den Bund mit Mitteln aus der Verkehrsinfrastrukturförderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zur Verbesserung und nachhaltigen Mobilitätsentwicklung gefördert. 

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  • wiesbaden.de / Foto: Radbüro