Das kann sich sehen lassen!

Kulturbeirat äußert umfassende Empfehlung an die Stadt für geförderte Kulturwerbung

Wiesbaden 21.08.2019

In der jüngsten Sitzung des Kulturbeirats präsentierte die „AG Sichtbarkeit“ die Ergebnisse ihrer Arbeit. In Zusammenarbeit mit der Kulturverwaltung, der Geschäftsstelle Kulturbeirat und Kulturbeiratsmitgliedern wurde eine Übersicht der bereits vorhandenen Werbemöglichkeiten für Kulturschaffende erstellt, die das Kulturamt bald veröffentlichen wird.

Aus der weiteren Arbeit der Gruppe wurden konkrete Beschlussempfehlungen formuliert, die der Kulturbeirat einstimmig verabschiedete. Einerseits soll die Stadt ein Budget bereitstellen, um Wiesbadens Kulturschaffenden 50.000 vollgeförderte Aushänge pro Jahr anzubieten und kleineren Initiativen überhaupt erst den Druck zu ermöglichen. Andererseits soll der Magistrat den Dschungel der zahlreichen Regelungen für Werbung im öffentlichen Raum in einem Bericht zusammentragen.

„Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe können sich sehen lassen. Ich appelliere an den Kulturausschuss, unseren Empfehlungen zu folgen und beide Maßnahmen zu beschließen“, so Ernst Szebedits, Vorsitzender des Kulturbeirats. „Sich ohne Marketingabteilung in der Öffentlichkeit zu platzieren ist heute fast unmöglich geworden. Gerade die kleineren, oft ehrenamtlichen Kulturinitiativen, gehen im Kampf um die Aufmerksamkeit unter. Dabei hat unsere Stadt wirklich einiges zu bieten, was nicht unter dem Radar laufen muss.“

„Initiativen an dieser Stelle zu stärken heißt auch, sie wirtschaftlich selbstständiger zu machen“, ergänzt Dorothea Angor, stellvertretende Vorsitzende des Beirats. „Die geförderte Kulturwerbung ist ein schon länger bestehendes kulturpolitisches Problem. Es ist gut, dass der Beirat hier einen konstruktiven Vorschlag erarbeitet hat, der die Debatte im Ausschuss pünktlich zu den Haushaltsberatungen wieder aufwärmen kann.“

In der Sitzung des Beirats wurde zudem Dr. Jörg Daur als neues Mitglied im Beirat für das Museum Wiesbaden begrüßt. Er rückt für Dr. Alexander Klar nach, der eine neue Stelle in Hamburg angetreten hat.

Um bei der kulturellen Entwicklung der innerstädtischen Walhalla-Immobilie am Ball zu bleiben, beschloss der Beirat, in Kontakt mit dem neuen Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzenden der WVV, Gert-Uwe Mende, zu treten. Dem Beirat ist wichtig, die im Bürgerdialog sichtbar gewordenen Interessensdifferenzen der Akteure gut moderiert zu wissen. Über diese Moderation wird der Beirat in kommenden Sitzungen beraten.


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