Wirtschaftsfaktor Tourismus

In der Landeshauptstadt Wiesbaden wird mit dem Tourismus jährlich ein Bruttoumsatz von 674 Millionen Euro generiert. Der Tagestourismus spielt dabei eine bedeutende Rolle.

Tourismus als Wiesbadener Wirtschaftsfaktor.

In der Landeshauptstadt Wiesbaden wird mit dem Tourismus jährlich ein Bruttoumsatz von 674 Millionen Euro generiert. Dies ergibt sich aus den Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes sowie aus den Ergebnissen der Studie des Deutschen  Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München (dwif).

Alleine aus Mehrwert- und Einkommenssteuer resultieren circa 61,0 Millionen. Euro Steueraufkommen aus dem Tourismus in Wiesbaden, welches jedoch als Gemeinschaftssteuer Bund, Ländern und Kommunen zukommt. Nach Berechnungen des Institutes, das orts- beziehungsweise regionalspezifische Werte ermittelt, beträgt der relative Anteil der touristisch bedingten Einkommen an allen Primäreinkommen in Wiesbaden 4,1 Prozent. Daraus ergibt sich ein

Äquivalent von rund 11.290 Menschen, die ihren Lebensunterhalt (gemessen an einem durchschnittlichen Primäreinkommen pro Kopf) durch den Tourismus in Wiesbaden bestreiten können.

Große sozioökonomische Bedeutung des Tourismus in Wiesbaden

Die Bedeutung des Tourismus für Wiesbaden geht weit über die ökonomischen Effekte hinaus. Tourismus ist auch ein wichtiger weicher Standortfaktor für die Stadt. Freizeit- und Geschäftsreisende tragen ihre Erfahrungen in die Welt, so dass der Tourismus ein starker Bekanntheits- und Imageträger für Wiesbaden ist. Für die Ansiedlung von Unternehmen und qualifizierten Arbeitskräften ist der Tourismus ein Schlüsselfaktor, indem der Tourismus ein attraktives Lebens- und Wohnumfeld gewährleistet. Die touristische Attraktivität korreliert oft mit Zufriedenheit und Wohlfühlen der Bürgerinnen und Bürger.

Über die direkten und indirekten Einnahmen hinaus leistet der Tourismus einen Finanzierungsbeitrag für Kultur-, Sport- und Freizeitangebote. Für kleine und mittelständische Unternehmen schafft er zudem standortgebundene Arbeitsplätze. Darüber hinaus stärkt der Tourismus regionale Wirtschaftskreisläufe. Er generiert nicht nur große Wertschöpfungseffekte im Gastgewerbe, sondern trägt zur Stabilisierung des Einzelhandels bei und ist etwa durch den Wareneinkauf für die Gastronomie, Bauleistungen und vieles mehr von großer Bedeutung für vorgelagerte Wertschöpfungsstufen.

Tagestourismus

Der Tagestourismus ist für Wiesbaden von besonderer ökonomischer Bedeutung: Mit rund 430 Millionen Euro macht er etwa zwei Drittel des gesamten Bruttoumsatzes durch den Tourismus aus. Hauptprofiteure sind der Einzelhandel (rund 46 Prozent) und das Gastgewerbe (40 Prozent). Sonstige Dienstleistungen haben einen Anteil von etwa 14 Prozent am Umsatz durch Tagesreisen. Das Gastgewerbe profitiert hier mit 61 Prozent des Umsatzes am meisten. Der Einzelhandel erzielt einen Anteil von rund 18 % und sonstige Dienstleistungen 20 Prozent der Umsätze durch Übernachtungsgäste.

Von den Ausgaben der Tages- und Übernachtungsgäste profitieren somit bei weitem nicht nur die touristischen Leistungsanbieter: Die touristischen Leistungsanbieter beziehen eine Vielzahl von Vorleistungen bei anderen Unternehmen, zum Beispiel durch Wareneinkauf für die Gastronomie, Bauleistungen und anderes mehr. Tourismus ist daher eine Querschnittsbranche, von der nicht nur die touristischen Leistungsanbieter profitieren, sondern auch viele andere Branchen.

Vor dem Hintergrund der hohen wirtschaftlichen Bedeutung von Tagesbesuchern erfolgt durch die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH eine zielgerichtete Ansprache der potentiellen Zielgruppen. So werden die Einwohner der Rhein-Main-Region beispielsweise über die Jahreskampagne "Gute Gründe Wiesbaden zu besuchen", bei der neben Traditionsveranstaltungen auch weitere Veranstaltungen mit einer hohen Ausstrahlungskraft beworben werden, angesprochen.

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