Nerobergbahn

Am 3. November 2019 geht die Nerobergbahn - Wiesbadens schrägstes Wahrzeichen - in die wohlverdiente Winterpause. Die neue Saison beginnt dann am 28. März 2020.

Die Nerobergbahn auf der Fahrt zum Gipfel des Neroberges.

Nerobergbahn geht in den Winterschlaf – vorher heißt es: Film ab

Die Nerobergbahn spielt eine tragende Rolle in einem Fernsehfilm. Daher hat sie aufgrund von Dreharbeiten für eine Liebeskomödie am Donnerstag, 17. Oktober 2019, ausnahmsweise erst um 12 Uhr den Betrieb für Fahrgäste aufgenommen. Danach fährt sie noch bis einschließlich Sonntag, 3. November. Die Fahrzeiten bis zum Saisonende sind täglich von 10 bis 19 Uhr.

Ab dem 4. November geht die Nerobergbahn in den wohlverdienten Winterschlaf. Bis dahin hat die "alte Dame" über die Sommermonate wieder über eine viertel Million Fahrgäste aus aller Welt befördert. In Spitzenzeiten transportiert die historische Bahn rund 3.000 Fahrgäste täglich und fährt dann alle neun bis zehn Minuten den Wiesbadener Neroberg hoch und runter. Häufigere Fahrten sind nicht möglich, da die Fahrzeit etwa vier Minuten beträgt. Zudem benötigt das Füllen des talwärts fahrenden Wagens mit Wasser auch einige Zeit.

Alles was sich bewegt, ist bekanntlich dem Verschleiß ausgesetzt. Das gilt besonders bei einer 131 Jahre alten Bahn. Daher sind Reparaturen und größere Sanierungsarbeiten regelmäßige Begleiterscheinung des Saisonbetriebs. In jedem Winter wird dann eine sogenannte Revision durchgeführt, bei der die Wagen komplett demontiert werden. Im Frühjahr 2020 wird die Anlage dann wieder durch den TÜV freigegeben – so wie in jedem Jahr.

Zum Vormerken für alle Fans der Nerobergbahn: Saisonstart im kommenden Jahr ist der 28. März 2020.

Fahrzeiten

Wiesbadens schrägstes Wahrzeichen fährt in den Monaten März, April, September und Oktober – täglich von 10 Uhr bis 19 Uhr, in den Sommermonaten von Mai bis August täglich von 9 Uhr bis 20 Uhr. Alle 15 Minuten startet die Nerobergbahn eine Fahrt und bringt die Fahrgäste auf den Wiesbadener Hausberg beziehungsweise wieder hinunter ins Nerotal. In den Wintermonaten wurde die beiden Wagen überprüft, notwendige Reparaturen durchgeführt, die Strecke kontrolliert und Ausbesserungsarbeiten vorgenommen.

Wiesbadens schrägstes Wahrzeichen

Schon zu Kaiser Wilhelms Zeiten rumpelten die beiden kleinen gelb-blauen Bergbahnwagen mit 7,3 Kilometern pro Stunde Wiesbadens Hausberg hinauf und hinunter. 3,5 Minuten reine Fahrtzeit brauchen sie heute wie damals, um von der Talstation über das Viadukt hinauf auf die 245 Meter hoch gelegene Bergstation zu gelangen. Etwa 3,5 Minuten beträgt die Fahrzeit, um von der Talstation über den Viadukt hinauf auf die 245 Meter hoch gelegene Bergstation zu gelangen.

Die ausgeklügelte Technik begeistert damals wie heute die Fahrgäste der Nerobergbahn. 440 Meter müssen sie zurücklegen und eine Steigung bewältigen, die bis zu 25 Prozent beträgt. Eine Herausforderung, die die Nerobergbahn schon seit 1888 ohne Zwischenfälle meistert.

Zu verdanken ist das dem genial anmutenden Antriebssystem der Nerobergbahn: Der talwärts fahrende Wagen wird an der Bergstation mit bis zu 7.000 Liter Wasser befüllt und zieht an einem Stahlseil den anderen Wagen bergauf. Kommt der talwärts fahrende Wagen unten an, wird das Wasser abgelassen und wieder bergauf gepumpt. Beide Wagen sind durch ein 452 Meter langes Stahlseil verbunden. Die Geschwindigkeit regelt der talwärts fahrende Wagenführer. Die Sicherung erfolgt durch Zahnräder unter den Wagen, die in eine auf der Gleisanlage befestigte Zahnstange greifen.


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