Jugendstil - Schenkung F. W. Neess

Das Museum Wiesbaden präsentiert eine außergewöhnliche Jugendstil-Sammlung, die das Lebensgefühl des Fin de Siècle lebendig werden lässt. Es handelt sich um die Sammlung F.W. Neess, die dem Museum am 23. März 2017 als Schenkung zugegangen ist.

Jugendstil - Schenkung F. W. Neess: Alfons Mucha, die Natur um 1900.

Der kraftvolle Jugendstil und der verletzliche Symbolismus sind als gemeinsamer Ausdruck des Lebensgefühls des Fin de Siècle auf einzigartige Weise im Museum Wiesbaden erlebbar. Verantwortlich dafür ist die Sammlung von Ferdinand Wolfgang Neess, eine der bedeutendsten europäischen Privatsammlungen des Jugendstils und des Symbolismus.

Mit dem Schenkungsvertrag vom 23. März 2017 ging sie in das Eigentum des Landesmuseum Wiesbaden über und es gelang dem Museum damit, die außergewöhnliche Sammlung die über einen Zeitraum von über 40 Jahren vom Sammler auf höchstem Niveau zusammengestellt wurde, in Deutschland zu halten. Das Museum Wiesbaden befindet sich nun mit einem Schlag auf einer Höhe mit den führenden Museen des Jugendstils in Europa und wird zukünftig zu einem der wichtigsten Zentren des Jugendstils in Deutschland.

Die Sammlung, bestehend aus über 500 Objekten, zeichnet sich sowohl durch die außergewöhnliche Qualität der Werke, als auch durch ihre hohe kunstgeschichtliche Bedeutung aus.

Die Besonderheit der Sammlung liegt in ihrem internationalen Charakter mit deutschen, französischen und österreichischen Kunstwerken und wurde ganz im Sinne des Jugendstils auf Geschlossenheit hin konzipiert. Möbel, Glas, Keramik, Lampen, Gemälde und Silber finden sich vereint als Gesamtkunstwerk wieder. Dieses steht repräsentativ für das damalige Zeitgefühl, Kunst und Natur miteinander untrennbar zu verbinden.

Kuratorenführung mit Dr. Roman Zieglgänsberger

Die Online-Führung, in der Dr. Roman Zieglgänsberger den Bonner Expressionisten sowie die Highlights der Schau vorstellte, dauerte knapp 40 Minuten. Fragen konnten die Zuschauerinnen und Zuschauer im Chat direkt an den Kurator stellen. 

Das Museum Wiesbaden präsentiert in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn "August Macke – Paradies! Paradies?" anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der August Macke Gedächtnis-Ausstellung, die nach dem frühzeitigen Tod des Künstlers im Ersten Weltkrieg 1921 hier im Museum gastierte.

Gezeigt werden 80 Werke, darunter 16 Gemälde und Aquarelle, die bereits 1921 zu sehen waren, ergänzt mit 23 Werken von "Rheinischen Expressionisten". Die Schau wurde am 29. Oktober 2020 eröffnet, musste jedoch Pandemie-bedingt nach dem ersten Ausstellungswochenende wieder geschlossen werden. Aus diesem Grund wurde die Laufzeit bis zum 9. Mai 2021 verlängert.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • wiesbaden.de / Foto: Bernd Fickert - Museum Wiesbaden