Kolumne Dezernent Andreas Kowol - Frühling 2020

Regelmäßig wendet sich Wiesbadens Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr - Andreas Kowol - mit der Kolumne an alle Radfahrerinnen und Radfahrer, diesmal mit der Frühlingsausgabe.

Kolumne - Dezernent Andreas Kowol mit dem Rad auf einer der neuen Umweltspuren des 1. Rings.

Liebe Radfahrerinnen und Radfahrer,

die Corona-Pandemie bestimmt zurzeit unseren Alltag und auch unser Mobilitätsverhalten hat sich seitdem verändert. Einige Strecken werden zurzeit gar nicht mehr zurückgelegt, auf den Straßen ist daher weniger los als vorher und viele Menschen steigen im Alltag um auf’s Rad, um das Immunsystem zu stärken und flexibler unterwegs zu sein. Auch in der Freizeit treten immer mehr Wiesbadenerinnen und Wiesbadener in die Pedale, um sich fit zu halten, den Frühling zu genießen und unsere Region zu erkunden. Dass das Fahrrad aufgrund der aktuellen Situation noch mehr „boomt“, ist ein positiver Nebeneffekt, der mich natürlich sehr freut, denn wir möchten trotz und wegen Corona die aktive Mobilität stärken.

Weil gerade auf den Freizeitrouten, im Feld und im Wald so viel los ist, ist es daher umso wichtiger, dass wir alle auch hier die Abstandsregeln beachten und aufeinander Rücksicht nehmen. Dabei dürfen sich die Menschen nicht zu nahe kommen, um die Infektionsgefahr zu verringern. Das heißt zum Beispiel hintereinander fahren, wenn Gegenverkehr kommt oder überholt wird, und mit ausreichend Abstand und nicht zu schnell an Fußgängerinnen und Fußgängern vorbeifahren. Auch wenn die vielbefahrenen Strecken, zum Beispiel an Main und Rhein, ihren Reiz haben, lade ich Sie und euch ein, auch mal die weniger befahrenen Routen in den Vororten und dem Stadtwald zu erkunden.

Damit Fahrradfahren in Wiesbaden sicherer und komfortabler wird, ordnen wir gerade, wie sicherlich schon die meisten mitbekommen haben, den ersten Ring neu und richten beidseitig Umweltspuren ein: So ist auf dem Abschnitt zwischen Bahnhofstraße und Adolfsallee mittlerweile der enge Radstreifen in eine breite Umweltspur gewandelt worden und die Busspur zwischen Jahnstraße und Adelheidstraße, die bislang nachts und am Wochenende beparkt werden durfte, ist nun ein Radstreifen mit Busfreigabe und demnach durchgängig als solcher nutzbar. Ab der Schiersteiner Straße in Fahrtrichtung Hauptbahnhof sorgt nun eine neu eingerichtete Umweltspur für freie Fahrt.

Auch die Zu- und Ableitungen vom ersten Ring werden teilweise neu markiert: An der Ringkirche gibt es nun neue Schutzstreifen und auf der Rheinstraße zwischen erstem Ring und Wörthstraße sogar einen komplett vom Autoverkehr getrennten, breiten Radstreifen, der vom ADFC als vorbildlich gelobt wurde. Auch die Straße „Am Landeshaus“ sowie die Schiersteiner Straße stadteinwärts wurden für den Radverkehr fit gemacht. In den nächsten Wochen werden wir weiterhin die Gelegenheit nutzen und weitere Abschnitte bzw. Straßen angehen.

Außerdem ist kürzlich eine sehr umfassende und weitreichende Novelle der Straßenverkehrsordnung in Kraft getreten, die den Radverkehr unterm Strich deutlich stärkt und eine Reihe von Veränderungen mit sich bringt: Für PKWs ist das Halten auf Schutzstreifen ab sofort verboten und die Bußgelder für das Beparken von Radstreifen sind deutlich gestiegen. Das Nebeneinanderfahren von Fahrrädern ist grundsätzlich erlaubt, so lange keine anderen Verkehrsteilnehmer behindert werden, und PKWs müssen nun beim Überholen innerorts 1,5 Meter und außerorts mind. zwei Meter Abstand halten. Das Bußgeld für das rechtswidrige Befahren von Gehwegen hat sich allerdings auch deutlich erhöht. Mehr Infos hierzu gibt es auf der Homepage des Radbüros.

Darüber hinaus startet im Juni wieder das diesjährige Stadtradeln: Viele Radlerinnen und Radler haben sich schon angemeldet und in Teams zusammengefunden. Mehr Infos sind unter wiesradeln.de oder stadtradeln.de/wiesbaden zu finden. Wir freuen uns über zahlreiche Anmeldungen!

Und zu guter Letzt: Wer auf Instagram unterwegs ist und auch dort über den Radverkehr in Wiesbaden auf dem Laufenden gehalten werden möchte, kann gerne dem Account radbuero folgen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, allzeit eine gute und sichere Fahrt und bleiben Sie bitte gesund.

Dezernent Andreas Kowol.

Ihr Andreas Kowol

Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr

Kolumnenarchiv

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • wiesbaden.de / Foto: Radbüro
  • wiesbaden.de / Dezernat V
  • wiesbaden.de / Foto: Radbüro
  • wiesbaden.de / Foto: Radbüro
  • wiesbaden.de / Foto: TVA
  • Radbüro
  • Radbüro
  • Radbüro
  • Radbüro