Tipps im Umgang mit betroffenen Menschen

Angehörige tragen den Hauptanteil an der Versorgung von Menschen mit Demenz. Sie übernehmen damit eine sehr schwere und verantwortungsvolle Aufgabe, die sich meist über Jahre hinzieht.

Dennoch ist es weiterhin möglich, gemeinsam Freude zu erleben und aus der Zeit der Krankheit wertvolle und erfüllte gemeinsame Jahre zu machen. 
Die Probleme, die im Zusammenleben mit einem Demenzkranken auftreten, sind von Fall zu Fall verschieden. Sie werden bestimmt von der Persönlichkeit der betroffenen Person, vom Stadium der Krankheit, von den äußeren Lebensumständen, aber auch von den besonderen Fähigkeiten und Schwächen der zu betreuenden Personen.

Hier finden Sie Tipps zum Umgang mit Menschen mit Demenz:

  • Seien Sie geduldig, wenn Sie mit Menschen mit Demenz umgehen. Nehmen Sie sich Zeit für das Gespräch.
  • Vermeiden Sie Diskussionen mit den Menschen mit Demenz. Sie begeben sich damit in einen Machtkampf, in dem Sie immer der Überlegene sind. Dem Betroffenen bleibt in der Regel nur die Verweigerung.
  • Geben Sie dem Menschen mit Demenz so oft Anerkennung, wie irgend möglich.
  • Argumentieren Sie nicht über Behauptungen, die aufgestellt werden oder geäußerte Gefühle. Sie überfordern damit.
  • Sorgen Sie für eine ausgeglichene Umgebung. Veränderungen können Verwirrungen auslösen. Versuchen Sie, ablenkende und irritierende Geräusche und hektische Unruhe in der direkten Umgebung auszuschalten.
  • Routine und Beständigkeit im Tagesablauf ist für Menschen mit Demenz besonders wichtig. Einfache Regeln und feste Gewohnheiten geben Sicherheit.
  • Ärgern Sie sich nicht, wenn die Betroffenen unfreundliche oder taktlose Bemerkungen über Sie machen. Menschen mit Demenz schätzen Situationen oft falsch ein und sind übermäßig misstrauisch.
  • Vermeiden Sie Situationen, die Frustration und Ärger hervorrufen. Wenn eine Aktivität nicht möglich ist, brechen Sie ab und versuchen Sie es später noch einmal. Helfen Sie sich in schwierigen Situationen mit Ablenkung.
  • Menschen mit Demenz können die Fähigkeit verlieren, Zeit richtig einzuschätzen. Dieser Mangel an Zeitgefühl löst oft Frustration und Ängste aus, wenn Ihre Angehörigen nur wenige Minuten allein sind. Vermitteln Sie an diesem Punkt so viel Sicherheit wie möglich.
  • Überforderungssituationen führen leicht zu Eskalation. Bewahren Sie in diesen Situationen die Ruhe, lenken Sie ein und sprechen Sie in angemessener Lautstärke. So verringern Sie Aufregung und Nervosität bei den Betroffenen.

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