Pfade in die Zukunft

Gipfeltreffen der Veranstaltungsbranche
- Zusammenfassung einiger Erkenntnisse -

Die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH hatte zur ersten Stream-Conference im Rahmen der eigenen Fortbildungsreihe „Convention Wiesbaden Campus“ geladen. Mehr als 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten jeweils an den zwei Veranstaltungstagen live vor den Bildschirmen ein inhaltlich breit gefächertes Programm in insgesamt 11 Themen-Panels. Die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH hatte über 35 hochkarätige Speaker aufgeboten, unter ihnen Li Edelkoort (Paris), eine der renommiertesten Zeitgeist-Analytikerinnen der Welt. Auf einem Scheitelpunkt der Pandemie ging es um Strategien für die Zukunft der Branche. Krisenreaktionen, Sicherheits- und Hygienekonzepte, digitale Perspektiven, Streamings und Studios wurden zwei Tage lang diskutiert, so u.a. mit dem Blick in die Zukunft von IAA und Buchmesse als wichtigen Leit-Veranstaltungen. 

Die Zukunftskonferenz im Überblick:

  • 11 Panels - 2 Tage
  • 35 Speakerinnen und Speaker
  • über 450 live Zuschauer pro Tag
  • Vorträge und Diskussionsrunden mit Branchenexpertinnen und Experten
  • Top Key-Note von Li Edelkoort, international bekannte Trendforscherin und Analystin zum "Forecaste 2030"

Unsere Themen im Überblick:

  • Lagebericht: Was bleibt, was kommt hinzu? Neue Normalität
  • Krisenreaktionen - Krise als Chance?
  • Zukunftspläne - Stimmungsbarometer
  • Kongresse - Neue Begegnungsformate
  • Kultur: Performance und Reichweite
  • Renaissance der Location: Der Raum ist die Hälfte des Erlebnisses
  • Disruption - Transformation
  • Digitale Zwillinge - Coding Connectivity & Community
  • Hybrid Events - Erfahrungen mit Studios und Streamings
  • Aufbruch zu neuen Ufern
  • Krisenkommunikation & Summary

Dass alles so bleiben kann, wie es ist, glauben selbst die größten Optimisten nicht. Deshalb bestand großer Redebedarf und die Diskussion war erfrischend offen:

In den meisten Katastrophen, Krisen und Kriegen ist es die Kultur, die Kommunikation der Menschen untereinander und der Zusammenhalt, welche Mut und Zuversicht wieder sprudeln lassen. Veranstaltungshäuser, Kulturhallen, Konzertsäle, Messehallen, Kongresszentren, Museen und Theater sind stillgelegt, obwohl sie erfahrungsgemäß dazu beitragen, die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft zu sichern. Eines der großen Paradoxe dieser Krise. Die Wissensgesellschaft braucht Treffpunkte für den Ideenaustausch. Es braucht Kulturereignisse: Neues ausprobieren und kennen lernen, Erfahrungen teilen und das Beziehungsnetzwerk pflegen. Das ist kein lässlicher Luxus, sondern die Voraussetzung dafür, dass es insgesamt weitergehen kann.

Die komplett heruntergefahrene Veranstaltungsbranche ließ sich über Nacht ausschalten. Diesen Betrieb aber wieder hochzufahren, ist ein komplexes Projekt. Alle Termine sind durch die Verschiebungen ineinander verkeilt wie bei einem Crash. Viele Partner haben umdisponiert. Auflagen und Hygienekonzepte reduzieren die Chancen auf Refinanzierung durch Eintrittsgelder, kostenlose Streaming-Alternativen forcieren einen Preisverfall und fördern Konzentrationsprozesse. Das dicht gewebte Netzwerk reißt und bekommt täglich größere Löcher.

Die Zukunftsaussichten sind sehr gemischt. Für die einen ändert sich fast nichts bis auf die gereizte Stimmung ihnen und ihren ‚Privilegien’ gegenüber. Für andere bricht eine Welt zusammen und sie müssen die Profession verlassen. Die meisten werden sich anpassen und ihr Heil darin suchen, digitale Reichweiten mit der Faszination des Augenblicks am richtigen Ort zu verbinden. Wie geht es kurz- und mittelfristig weiter? Hat der gewonnen, der sich zuerst bewegt? Derweil verschieben sich die Marktanteile und die Fähigkeiten, Standards zu setzen zwischen den Kontinenten und auch den Branchen. Wer sich jetzt nicht um seine Kunden kümmert, wird erleben, dass es andere tun. Dadurch geraten gesetzte Selbstverständlichkeiten ins Rutschen und müssen wieder von neuem aufgebaut werden. Wer will sich das antun? 

Auf diese Pandemie gibt es nicht nur eine Antwort, eine Wahrheit oder eine Strategie, vielmehr braucht es die Bereitschaft, Scheuklappen abzulegen und das Eigene mit den Augen der anderen zu sehen. Nur so lässt sich das Denken in Silos überwinden, in denen das Wissen und die Kreativität sortenrein verdichtet sind und zu wenig Platz haben, sich mit dem Wissen aus anderen Disziplinen zu mischen und zu gären und eine neue Normalität herzustellen. Die Krise ist eine Chance, Dinge zu tun, von denen man wusste, dass sie getan werden müssen, die bisher immer wieder aus einer Vielzahl auch guter Gründe aufgeschoben worden sind. 

In dieser aktuellen und sicherlich unübersichtlichen Situation wollte die Wiesbaden Congress & Marketing ein Zeichen setzen und hatte zu einer Konferenz eingeladen.  „Pfade in die Zukunft“ war das Thema eines Gipfeltreffens für die Veranstaltungsbranche, welches am 11. und 12. Februar 2021 im RheinMain CongressCenter in Wiesbaden stattgefunden hat – als Online Live-Veranstaltung. Die Idee und Motivation hinter dem Gipfeltreffen ist offensichtlich: Gemeinsam über den Re-Start der Veranstaltungsbranche nachzudenken und voneinander zu lernen, wo sonst der Wettbewerb dominiert. 

Es wird Zeit, Pfade in die Zukunft zu finden. Diese könnte vielleicht sogar besser werden, aber auf jeden Fall ist sie anders: 

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